Programm teamw()rk in NRW

Herzlich Willkommen auf der Informationsseite des Programms “teamw()rk für Gesundheit und Arbeit” in Nordrhein-Westfalen

Programmbausteine

Präsenzangebote vor Ort

Präventionsgutscheine

Kommunale Vernetzung

portALO: Digitales Angebot für arbeitslose Menschen

portALO: Digitales Angebot für Multiplikator:Innen

JobFit: Fortbildungsangebot für
Fachkräfte

Das Programm

Gemeinsam für mehr Gesundheit und Teilhabe:
Im Programm teamw()rk für Gesundheit und Arbeit kooperieren gesetzliche Krankenkassen mit Jobcentern und Agenturen für Arbeit. Ziel ist es, die Gesundheit und Lebensqualität arbeitsloser Menschen zu stärken und den (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Bausteine:

  • Aktivierung der Zielgruppe in individuellen Beratungsgesprächen in den Jobcenter /Agenturen für Arbeit

  • Freiwillige Teilnahme an speziell zugeschnittenen Präventionsangeboten

  • Angebote in allen klassischen Handlungsfeldern der Gesundheitsförderung

  • Förderung der Individualprävention für zertifizierte Präventionskurse (Präventionsgutscheine)

  • Nachhaltige Verankerung gesundheitsfördernder Strukturen in den Kommunen

So funktioniert’s:

  • Umsetzung vor Ort durch Programmkoordinator:innen in Zusammenarbeit mit Jobcentern / Agenturen für Arbeit

  • Steuerung auf Bundesebene durch GKV-Spitzenverband, Bundesagentur für Arbeit, Landkreistag und Städtetag

  • Aktuelle Förderung bis Ende 2028 durch das GKV-Bündnis für Gesundheit

In NRW übernimmt Team Gesundheit – Gesellschaft für Gesundheitsmanagement mbH die Umsetzung aktuell an 43 Standorten.

Weiterführende Erklärungen

Unser zweigeteiltes Online-Portal bietet arbeitslosen Menschen eine Vielzahl kostenfreier Gesundheitsangebote in unterschiedlichen Formaten – flexibel, niedrigschwellig und alltagsnah.

Podcastreihe „portALO fragt nach“

Einmal im Quartal erscheint unsere Podcastreihe „portALO fragt nach“. Darin beleuchten wir vielseitige Themen – nicht nur rund um Gesundheit, sondern auch mit Bezug zur Lebensrealität von Menschen ohne Beschäftigung. Die Beiträge regen zum Nachdenken an, geben Impulse und bieten konkrete Hilfestellungen.

Live-Workshops – interaktiv und anonym

Wöchentlich finden einstündige Live-Workshops statt, an denen Kund:innen unkompliziert teilnehmen können – ganz ohne Anmeldung, auf Wunsch anonym. Themen sind unter anderem:
• Yoga und Bewegung
• Entspannungstechniken
• Ernährung und Wohlbefinden
Einzige Voraussetzung ist eine einmalige Registrierung auf der Plattform portALO.

On-Demand-Angebote – jederzeit verfügbar

Ergänzend steht eine Mediathek mit On-Demand-Inhalten zur Verfügung. Hier finden sich z. B.:
• Videos zu Stressbewältigung
• Angeleitete Bewegungsübungen
• Weitere gesundheitsrelevante Themen

Mehrsprachige Inhalte

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, stellen wir ausgewählte Inhalte auch in anderen Sprachen zur Verfügung – unter anderem auf Türkisch, Russisch und Arabisch.

Unser zweigeteiltes Online-Portal bietet arbeitslosen Menschen eine Vielzahl kostenfreier Gesundheitsangebote in unterschiedlichen Formaten – flexibel, niedrigschwellig und alltagsnah.

Materialien zur Bewerbung des Angebots

Neben öffentlich zugänglichen Inhalten für die Zielgruppe finden sich hier Materialien, die zur Ansprache und Motivation von Teilnehmenden genutzt werden können – als Inspiration für Beratungsgespräche oder zur Weitergabe im eigenen Netzwerk.

Fortbildungsübersicht & Qualifizierungsangebote

Im geschützten Bereich steht eine aktuelle Übersicht über unser Fortbildungsangebot zur Verfügung. Hier finden Multiplikator:innen Informationen zu geplanten Terminen, neuen Qualifizierungsformaten und Anmeldemöglichkeiten

Podcastreihe für Fachkräfte

Speziell für Multiplikator:innen bieten wir eine eigene Podcastreihe an. Sie beleuchtet fachliche Hintergründe, aktuelle Entwicklungen im Projekt und praxisnahe Themen aus dem Feld der Gesundheitsförderung für arbeitslose Menschen. Auch die Podcastfolgen für die Zielgruppe können hier direkt abgerufen werden.

Projektdokumente & interne Informationen

Ein zentraler Bestandteil ist der Bereich mit projektinternen Informationen. Hier stehen relevante Veröffentlichungen, Arbeitshilfen und weitere Materialien zum Download bereit. Für den Zugang ist eine einmalige, kostenfreie Registrierung erforderlich.

Mit dem Projekt JobFit wurde in Deutschland ein Modell entwickelt, das arbeitslose Menschen gezielt mit Gesundheitsangeboten erreicht. 

Start der Initiative

Die Initiative startete 2004 unter dem Titel JobFit Regional – getragen von den Betriebskrankenkassen und mit dem Ziel, mindestens 500 Teilnehmende zu erreichen. Bereits in der ersten Projektphase konnten sowohl gesundheitliche als auch beschäftigungsbezogene Verbesserungen erzielt werden.

Weiterentwicklung und Integration in Regelsysteme

Auf Basis der positiven Erfahrungen wurde das Konzept unter dem Namen JobFit NRW bis 2011 weitergeführt. Ziel war es, Gesundheitsförderung dauerhaft in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen einzubinden. Die Finanzierung erfolgte durch Krankenkassen (§ 20 SGB V) sowie durch die Träger der Arbeitsförderung (§ 46 SGB III, § 16 SGB II).

Gesundheitsförderung am Ort der Qualifizierung

Kern des JobFit-Ansatzes ist es, Gesundheitsangebote dort umzusetzen, wo arbeitslose Menschen in Bildungs- oder Beschäftigungsmaßnahmen eingebunden sind. Der Fokus liegt auf Motivation, Gesundheitsbewusstsein und der Förderung alltagsnaher, gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen.

Praxisnahe Fortbildungen für den Arbeitskontext

JobFit kombiniert individuelle und gruppenorientierte Ansätze in den Bereichen Stressbewältigung, Bewegung, Ernährung, Suchtverhalten und gesunder Alltag. Die Formate sind wissenschaftlich evaluiert, alltagsnah gestaltet und haben sich tausendfach bewährt – sowohl digital als auch vor Ort. Seit über 20 Jahren steht JobFit für verlässliche und wirksame Gesundheitsförderung an der Schnittstelle von Arbeit und Gesundheit.

Im Rahmen des Programms teamw()rk für Gesundheit und Arbeit setzen wir in Nordrhein-Westfalen auf eine mehrdimensionale Umsetzung. Einerseits führen wir eigene Angebote direkt vor Ort durch. Diese orientieren sich am Leitfaden Prävention der GKV und decken alle klassischen Handlungsfelder der Gesundheitsförderung ab:
  • Bewegung
  • Ernährung
  • Stress- und Ressourcenmanagement
  • Suchtmittelkonsum
Andererseits finden auch lebensweltliche Themen, die sich nicht unmittelbar den oben genannten Handlungsfeldern zuordnen lassen, Berücksichtigung. Formate wie beispielsweise „Gesunder Schlaf“ oder „Schmerzen verstehen“ sind ebenfalls Teil unseres Repertoires. Zudem nehmen wir hierbei auch Subzielgruppen, wie beispielsweise junge Erwachsene oder Geflüchtete, in den Blick und passen unsere Angebote entsprechend der individuellen Bedarfe an. Unsere Präsenzangebote erfolgen in der Regel als einmalige Workshops (1–2 Stunden), die zur Sensibilisierung und Motivation dienen. Bei weiterführendem Bedarf setzen wir mehrteilige Kurse oder Aktionen um. Diese werden vornehmlich von zertifizierten Trainer:innen im Auftrag des Programms durchgeführt – selbstverständlich unter Beachtung der Qualifikations- und Ausschreibungsvorgaben der GKV. Für alle Angebote gilt eine Mindestanzahl von sechs Teilnehmer:innen. Zudem können wir Einzelinteressen über unsere Präventionsgutscheine gerecht werden. Hierbei erfolgt eine Kostenübernahme für zertifizierte Kurse gemäß § 20a SGB V – ohne jegliche Kostenbeteiligung der Zielgruppe. Darüber hinaus organisieren wir Gesundheitstage oder beteiligen uns an Veranstaltungen wie Jobmessen, die von unseren kommunalen Partner:innen
(z. B. Jobcenter, Agenturen für Arbeit, Bildungsträger) organisiert werden. Unser Ziel ist es, möglichst viele arbeitslose Menschen mit Angeboten der individuellen und verhaltensorientierten Gesundheitsförderung zu erreichen.

Einzelinteressen an Prävention können über unsere Gutscheine abgewickelt werden. Eine Kostenübernahme im Vorfeld – als potenzielles Hemmnis – bleibt somit aus und soll den Zugang der Zielgruppe zu genannten Angeboten stärken. Diese ermöglichen die Teilnahme an zertifizierten Präventionskursen (nach den Vorgaben der Zentralen Prüfstelle Prävention).

Ablauf der Gutscheinvergabe:

  1. Die Präventionsgutscheine werden von unseren kommunalen Partner:innen (z. B. Jobcenter, Agenturen für Arbeit, Bildungsträger) oder direkt von uns ausgegeben.
  2. Beratungskräfte unterstützen die Teilnehmenden bei der Suche nach geeigneten Kursen und beim Ausfüllen der Unterlagen.
  3. Die Kurse müssen über die Zentrale Prüfstelle Prävention zertifiziert sein. Eine Kurssuche ist über die Webseiten der gesetzlichen Krankenkassen möglich.
  4. Nach Auswahl eines Kurses benötigen die Teilnehmenden eine Bestätigung über den aktuellen Arbeitslosenstatus durch eine Partnerinstitution.
  5. Anschließend kann der Kurs besucht werden. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen Kursanbieter:in und dem Programm.

So stellen wir sicher, dass auch bei kleineren Gruppen oder individuellen Bedarfen ein Zugang zu qualitätsgesicherten Gesundheitsangeboten besteht.

Ein Programm ist nur so stark wie seine Partner. Daher bildet die kommunale Vernetzung einen zentralen Baustein in der Umsetzung von teamw()rk für Gesundheit und Arbeit.

Unser Ziel ist es, lokale Strukturen aufzubauen oder bestehende Netzwerke zu nutzen, um arbeitslose Menschen besser mit dem Thema Gesundheit zu erreichen.

Dazu organisieren wir regelmäßig Steuerungsgremien an den teilnehmenden Standorten. Neben unseren festen Kooperationspartner:innen – insbesondere Jobcenter und Agenturen für Arbeit – werden auch weitere kommunale Akteure eingeladen, um die Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Die Förderphase V (bis Ende 2028) sieht eine Verankerung des Programms in kommunalen Strukturen vor. Eine optimierte Vernetzung bestehender und künftiger Akteure steht im Vordergrund, um Synergien zu nutzen und die Qualität des Angebots stetig zu verbessern.

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